Migration und  Arbeitsvermittlung

Erfolgreiche Vermittlung von Geflüchteten

Vom Praktikum in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Kreis Steinfurt –Die ENEXIO Water Technologies GmbH in Wettringen bietet geflüchteten Menschen eine Chance auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Darüber freut sich Abdeslam Nordine vom jobcenter Kreis Steinfurt.

Der Arbeitsvermittler im Fachteam Migration im Regionalbereich Steinfurt war in der vergangenen Woche mit zehn potenziellen Bewerbern zu einer Werksbesichtigung eingeladen. Er zeigte sich im Anschluss beeindruckt von dem Wettringer Unternehmen, das zu einem der weltweit führenden Herstellern von Wasseraufbereitungssystemen zählt, und freute sich mit einer Bewerberin, die direkt die Zusage erhielt, im August eine Ausbildung zur Verfahrenstechnikerin im Unternehmen machen zu können. 

Der Kontakt war dank Tina Goltsch, Flüchtlingskoordinatorin aus Wettringen, zustande gekommen. „Wir arbeiten schon lange sehr gut zusammen und konnten bereits viele Geflüchtete in Arbeit vermitteln“, so Nordine. Er unterstreicht ausdrücklich die Bedeutung der Flüchtlingskoordination der Gemeinde für die gute Integration der Geflüchteten in Gesellschaft und Arbeit. So habe der Arbeitsvermittler von Goltsch erfahren, dass ENEXIO Produktionshelfer suche. Daraufhin habe er den Kontakt mit der Firma gesucht und sei dort auf offene Türen gestoßen.

Der nächste Schritt war für Nordine die Auswahl passender Bewerber. „Das ist sicherlich eine Stärke des Jobcenters. Wir kennen unsere Bewerber genau, da wir sie intensiv persönlich betreuen“, führt der Arbeitsvermittler aus. Daher wusste er, wer für eine solche Arbeit in Frage kommt und wer zum Unternehmen passen könnte.

Nach dem Besichtigungstermin waren sowohl die Unternehmensleitung als auch alle neun Teilnehmer an einem Probearbeitstag interessiert. Wenn die Bewerber diesen erfolgreich absolvieren, können sie in einem nächsten Schritt ein zweiwöchiges bezahltes Praktikum antreten. „Das erklärte Unternehmensziel ist es, sie anschließend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen“, so Nordine. Jetzt liege der Ball bei den Geflüchteten. Nordine ist sich sicher, dass sie diese Chance nutzen werden.