Migration und ARbeitsvermittlung

Infoveranstaltung für soziale Berufe

Infoveranstaltung für soziale Berufe

Lob gab es von allen Seiten. Die sozialen Einrichtungen, die geladenen Teilnehmer und die Verantwortlichen des jobcenter Kreis Steinfurt sowie der Gemeinde Wettringen zogen eine positive Bilanz: Die Informationsveranstaltung für soziale Arbeitsbereiche in Wettringen war ein Erfolg.
„Wir sind von den Unternehmen gebeten worden, im nächsten Jahr erneut einzuladen“, zeigt sich Abdeslam Nordine, Arbeitsvermittler im Fachteam Migration im Regionalbereich Steinfurt, erfreut. Monatelang hatten er und die Flüchtlingskoordinatorin der Gemeinde Wettringen, Tina Goltsch, die Veranstaltung geplant und organisiert.

 Freiwilliges soziales Jahr als Initialzündung

 Auslöser für die Veranstaltung war“, berichtet Nordine, „ein sehr engagierter Flüchtling, der ein freiwilliges Jahr im Caritas-Elisabethstift absolviert hatte. Der Leiter der Einrichtung, Uwe Flüthmann war von seiner Arbeit sehr angetan und fragte in diesem Zusammenhang, ob wir noch mehr solch motivierter Flüchtlinge vermitteln könnten.“ Schließlich herrsche im sozialen Bereich ein großer Personalnotstand. Gute und motivierte Mitarbeiter werden händeringend gesucht. Dementsprechend schnell waren neben dem Elisabethstift ein privater Pflegedienst und das Marienheimaus aus Wettringen sowie das Caritas Bildungszentrum für Pflege und die Freiwilligen Sozialen Dienste Bistum Münster gGmbH für die Veranstaltung gewonnen.
Nordine lud geeignete, geflüchtete Teilnehmer aus den Gemeinden Wettringen, Neuenkirchen, Metelen und Horstmar ein – insgesamt 60. 56 waren schließlich da. „Diese hohe Verbindlichkeit bei den Geflüchteten ist schon beeindruckend. Sie kommen und wollen wirklich die ihnen gebotene Chance nutzen“, zeigte sich Gabi Kuhn-Jacobs, Sachgebietsleitung für den Regionalbereich Steinfurt des Jobcenters beeindruckt.
Auf der Veranstaltung stellten Referenten zunächst die sozialen Einrichtungen vor, anschließend bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, Einzelgespräche an den verschiedenen Ständen zu führen. Für die Syrerin Soumala Almousa, Jalil Rahmati aus Afghanistan und einige andere Teilnehmer stand am Ende fest – sie wollen diese Chance nutzen. Zyad Mustafa ist ihnen schon einen Schritt voraus. Er ist bereits ausgebildeter Krankenpfleger und arbeitet im Jacobi-Krankenhaus. Allerdings müsse er, damit seine Ausbildung hier anerkannt werde, 240 Stunden zur Krankenpflegeschule und 1000 Stunden Praktikum absolvieren.

 Nachahmung erwünscht

 Auf Abdeslam Nordine wartet jetzt viel Arbeit. Er muss die Zeugnisse der Interessierten prüfen lassen und gemeinsam mit ihnen Anträge stellen. „Ich versuche außerdem auch bei jedem Bewerbungsgespräch dabei zu sein. Es gibt dem Bewerbenden und den Unternehmern mehr Sicherheit, da ich zur Not übersetzen und Unklarheiten beseitigen kann“, so Nordine.

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