Gesundheit

Kooperation mit LWL-Klinik

LWL-Direktor zu Besuch im Jobcenter

Steinfurt – Sucht- und psychisch erkrankte Menschen optimal zu fördern, das ist das Ziel der Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der LWL-Klinik Lengerich und dem jobcenter Kreis Steinfurt.

Die Ergebnisse dieser Kooperation können sich sehen lassen. „In den vergangenen drei Jahren profitierten rund 120 Erkrankte“, führten die Initiatoren der Zusammenarbeit, Dr. Bernward Siegmund, stellv. Ärztlicher Direktor der LWL Klinik, und Roswitha Horstmeier, Sachgebietsleiterin im Regionalbereich Lengerich des Jobcenters, bei einem Treffen der Verantwortlichen im Kreishaus aus. Neben dem Landrat, Dr. Klaus Effing und Sozialdezernent Tilman Fuchs informierten sich der Direktor des LWL, Matthias Löb, und Jürgen Kockmann, Abteilungsleiter LWL-Behindertenhilfe Westfalen, über die Kooperation.

Vor der Zusammenarbeit waren beide Institutionen unabhängig voneinander bestrebt, die sucht- und/oder psychisch erkrankten SGB II-Empfänger zu unterstützen. Oft erfolglos, weil viele der Bemühungen ins Leere liefen und nicht zielführend waren. Ein Beispiel: die Arbeitsvermittlung. „Wenn jemand nicht zum Gespräch oder zu einer angebotenen Bildungsmaßnahme erscheint, sind wir verpflichtet, nach dem Prinzip des Forderns und Förderns die Geldleistung zu kürzen“, erklärt Horstmeier und weiter: „Doch was, wenn derjenige an einer Sozialphobie leidet? Dann kann er aufgrund seiner Erkrankung dieser Verpflichtung einfach nicht nachkommen.“

Dank der Kooperation kann dieser Personenkreis konstruktiv unterstützt werden, da ein intensiver Austausch zwischen den Mitarbeitenden des Jobcenters und der LWL-Klinik möglich ist. Natürlich nur, wenn die SGB II-Empfänger einverstanden seien und einer wechselseitigen Schweigepflichtsentbindung zustimmen, so Dr. Siegmund. 

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer der Mensch. Wir versuchen für jeden Einzelnen passgenaue Lösungen zu finden“, fasst Thomas Ostholthoff, Vorstand des Jobcenters, die Philosophie beider Institutionen zusammen. Daher überlegten die Gesprächsteilnehmer, wie der Landschaftsverband und das Jobcenter auch bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes zum Wohl der betroffenen SGB II-Empfänger kooperieren können. Als ersten Schritt vereinbarten sie einen Austausch der Experten aus beiden Einrichtungen, um Detailfragen und Möglichkeiten auszuloten.

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