Bidlung und teilhabe

Mehr Geld für bedürftige Kinder

Änderungen greifen zum 1. August

Kreis Steinfurt – Für Familien mit geringerem Einkommen bringt der August finanzielle Entlastung. Kinder und Jugendliche, die eine MünsterlandKarte haben, können sich über mehr Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket freuen. Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets haben Familien, die Grundsicherung, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen beziehen.

Im Kreis Steinfurt nahmen im vergangenen Jahr 14.981 Kinder und Jugendliche Leistungen aus dem Bildungspaket in Anspruch. Die Kosten beliefen sich auf 4,9 Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, findet Florian Dudek, zuständiger Sachgebietsleiter im jobcenter Kreis Steinfurt, schließlich solle Bildungserfolg in Deutschland nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Daher begrüßt er auch die jetzige Gesetzesreform.

Mehr Geld für Kinder und Jugendliche heißt konkret: Statt 100 Euro werden 150 Euro pro Schuljahr gezahlt, um etwa Schulranzen, Hefte oder Stifte anzuschaffen. Darüber hinaus steigt der monatliche Zuschuss für die Mitgliedschaft in einem Sportverein, Freizeiten oder den Musikschulunterricht von zehn auf 15 Euro. Schließlich wird das Mittagessen in der Schule oder der Kindertagesstätte für sie künftig kostenlos sein. Der bisher zu zahlende Eigenanteil entfällt. Gleiches gilt, wenn das Jobcenter die Kosten für den Weg zur Schule übernimmt.

Auch das Verfahren wurde vereinfacht: Ein Antrag ist zukünftig nur noch für die Lernförderung und Schülerbeförderung erforderlich. Alle anderen Leistungen werden automatisch über die MünsterlandKarte bewilligt, wenn die Sozialleistungen bewilligt werden. Eine Ausnahme gilt für Bezieher von Wohngeld oder Kinderzuschlag, die weiterhin alle Leistungen beantragen müssen.

Dudek ist sich sicher, dass mit dieser Änderung vielen Familien im Kreis geholfen werde. „Mit den verbesserten Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können wir Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien besser fördern und ihnen dadurch echte Perspektiven eröffnen“, so Dudek weiter. Dank der gezielten Förderung könnten sie aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben, somit trage das Leistungspaket zu mehr Chancengerechtigkeit bei.

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