Organisation

Jobcenter eröffnet erstes Dienstleistungszentrum in Greven

Ein Meilenstein für das jobcenter Kreis Steinfurt

Am 23. Februar 2026 hat das Jobcenter Kreis Steinfurt sein erstes dezentrales Dienstleistungszentrum (DLZ) in Greven in Betrieb genommen. Die offiziellen Feierlichkeiten zur Eröffnung fanden eine Woche später statt.

Landrat Dr. Martin Sommer betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des neuen Zentrums: „Das Dienstleistungszentrum ist das Ergebnis eines langen, gemeinsamen Prozesses mit den Städten und Gemeinden im Kreis. Die steigenden Fallzahlen, komplexere Fälle und veränderte Kundenstrukturen haben gezeigt, dass neue Wege notwendig sind. Mit den dezentralen Dienstleistungszentren bündeln wir Kompetenzen und schaffen eine ganzheitliche, kundenorientierte Anlaufstelle.“

In den kommenden Jahren sollen die bisherigen Aufgaben der Städte und Gemeinden auf mehrere dezentrale Dienstleistungszentren im Kreis Steinfurt konzentriert werden. Das neue DLZ in Greven ist der erste Schritt, ein weiteres in Ibbenbüren folgt noch in diesem Jahr.

Zusammenarbeit und Innovation

Bürgermeister Dietrich Aden begrüßte das Jobcenter als neuen Nachbarn im Zentrum von Greven und unterstrich, dass die Stadt gerne als „Versuchskaninchen“ für das neue Konzept zur Verfügung stehe. Zumal das Jobcenter auch aus städtebaulicher Perspektive einen Gewinn für Greven darstelle.

Jobcenter-Vorstand Thomas Robert hob die enge Zusammenarbeit aller Akteure hervor: „Wir arbeiten hier nicht nur Tür an Tür, sondern als einheitliche Anlaufstelle für unsere Kundinnen und Kunden. Das ist neu und ein großer Schritt für unser Jobcenter. Mein Dank gilt allen beteiligten Kommunen, dem Verwaltungsrat, den externen Partnern und vor allem unseren Mitarbeitenden, die sich weit über das normale Maß hinaus engagiert haben.“

Die ersten Erfahrungen sind positiv: Bereits zur offenen Sprechzeit am vergangenen Donnerstag nutzten über 40 Kundinnen und Kunden das neue Angebot.

Die neue Arbeitsweise im DLZ Greven

Im neuen Dienstleistungszentrum wird künftig anders gearbeitet – moderner, wirtschaftlicher und digitaler. Durch den Verzicht auf Einzelbüros wird wertvolle Fläche eingespart und die Zusammenarbeit gefördert. Die papierlose Arbeitsweise und der verstärkte Einsatz digitaler Prozesse machen das DLZ zu einem Vorreiter für zeitgemäße Verwaltung.

Während im Erdgeschoss die Kundenberatung erfolgt, befindet sich im Obergeschoss eine offene Bürolandschaft, in der Mitarbeitende je nach Bedarf Arbeitsplätze buchen können. Wer konzentriert und in aller Ruhe einen Fall bearbeiten möchte, kann sich dazu in eines der drei Ruhebüros zurückziehen.

Das neue Herzstück ist das Frontoffice im Erdgeschoss. Es ist ein Empfangsbereich für die Anmeldung zu terminierten Gesprächen. Kunden können dort Anträge abgeben, Unterlagen einreichen und Rückfragen stellen. Bei längeren Anliegen können sie in der täglich stattfindenden offenen Sprechstunde in separaten Kurzberatungsbüros ihr Anliegen – auch ohne Termin – vorbringen. Sollten die Fragen komplexer sein, können Fachkräfte aus dem Obergeschoss unproblematisch hinzugezogen werden.

Mit dieser modernen Arbeitsweise setzt das Dienstleistungszentrum Greven neue Maßstäbe für Effizienz, Zusammenarbeit und Digitalisierung in der Verwaltung.