Inklusion

Betriebsbesichtigung bei Münsterland Plus

Direkter Kontakt führt zur ersten Bewerbung

Zum Abschluss der Betriebsbesichtigung hielt Firmeninhaber Jens Korber von Münsterland Plus Garten- und Landschaftsgestaltung GmbH bereits eine Bewerbung in den Händen. Ein Teilnehmer nutzte die Chance und bekundete direkt sein Interesse an einer Mitarbeit. Insgesamt zwölf vom jobcenter Kreis Steinfurt betreute Kundinnen und Kunden mit gesundheitlichen Einschränkungen nutzten am vergangenen Montag die Gelegenheit, um den GaLaBau-Betrieb in Greven näher kennen zu lernen und sich über die beruflichen Möglichkeiten dort zu informieren.

Der Besuch fand im Rahmen einer vom jobcenter Kreis Steinfurt inklusiven Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Dein Können zählt“ statt. „Wir wollen damit die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsmarkt stärken und Vorbehalte abbauen“, erklärte Florian Pörtner, Arbeitgeberservice jobcenter Kreis Steinfurt und zugleich Organisator der Veranstaltung.

Damit stößt das Jobcenter auf offene Ohren beim Unternehmer Jens Korber: „Wir sind seit 2021 anerkannter Inklusionsbetrieb.“ Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen seien seit Jahren fester Bestandteil der Belegschaft. „Für uns ist das völlig normal“, so Korber und ergänzte: „Derzeit haben wir zehn inklusive Arbeitsplätze, von denen einer im Baubereich derzeit vakant ist.“

Der Unternehmer nahm sich die Zeit und stellte den Besucherinnen und Besucher den Betrieb persönlich vor. Die Münsterland Plus Gruppe beschäftigt rund 130 Mitarbeitende und ist im Garten- und Landschaftsbau, im Hochbau sowie im Straßen- und Tiefbau tätig. „Wir bauen alles von fünf Meter Tiefe bis in 20 Meter Höhe“, sagte Korber. Entsprechend vielfältig sind die Berufe im Unternehmen. Dazu zählen Maurer, Gärtner, Elektriker, Zimmerleute, Dachdecker, Straßenbauer und ein eigenes Mechaniker Team für die Wartung und Instandhaltung des betriebseigenen Fuhrparks.

Mitarbeiterbindung sei dem Betrieb sehr wichtig, so Korber. Dafür investiere Münsterland Plus in gute Arbeitsbedingungen. Neben dem klassischen Obstkorb und freiem Wasser- und Kaffeeangebot, gibt es beispielsweise ein betriebseigenes Gesundheitsmanagement, finanzielle Erfolgsbeteiligungen, Job-Rad, eine betriebseigene Finanzvorsorge und Firmenveranstaltungen. Der Krankenstand, betont Korber, liege weit unter dem Durchschnitt.

Der Firmeninhaber erklärte den Besucherinnen und Besuchern auch, welche Erwartungen er an Mitarbeitende hat. Wichtig seien Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit und Einsatzbereitschaft. Fehlende Sprachkenntnisse hingegen seien kein Hindernis. „Das bekommen wir hin“, sagte er auf Nachfrage aus der Gruppe. Jens Korber empfahl außerdem, vor einer Bewerbung ein Praktikum zu absolvieren. So könne man den Betrieb und die Aufgaben besser kennenlernen.

Die Resonanz der Kundinnen und Kunden war nach der Betriebsbesichtigung durchweg positiv. Mehrere suchten im Anschluss noch ein kurzes Gespräch mit dem Unternehmer, um persönliche Fragen zu stellen. Für einen Teilnehmer hat sich der Besuch bereits konkret ausgezahlt: Er hofft jetzt auf ein persönliches Vorstellungsgespräch.