Inklusion

Einblick in gelebte Inklusion im Arbeitsalltag

Betriebsbesichtigung bei der apb Group

Eine Betriebsbesichtigung, die für beide Seiten einen Gewinn darstellt – zog Hannah ter Horst, Arbeitgeberservice des jobcenter Kreis Steinfurt, ein positives Fazit nach dem Besuch bei der apb Group. Elf Kundinnen und Kunden des jobcenter Kreis Steinfurt nutzten die Gelegenheit, das Unternehmen kennenzulernen und mit dem Inhaber Ali Pish Been ins Gespräch zu kommen.

Der Betrieb wurde vor sechs Jahren von ihm gegründet – mitten in der ersten Coronawelle. Heute ist das Unternehmen in einer Werkshalle an der Goldstraße in Steinfurt ansässig. Von außen eher unscheinbar, bot sich den Besucherinnen und Besuchern im Inneren ein anderer Eindruck: eine familiäre Arbeitsatmosphäre und ein offener Umgang im Team. Viel Holz, Pflanzen und Aquarien sorgen für eine Wohlfühlumgebung, in der gerne gearbeitet wird.

Der Besuch fand im Rahmen einer inklusiven Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Dein Können zählt“ statt, die vom 30. April bis zum 10. Mai durch das jobcenter Kreis Steinfurt organisiert wird. Ziel ist es, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Die apb Group ist ein anerkannter Inklusionsbetrieb. Vier der insgesamt zwölf Arbeitsplätze sind inklusiv besetzt. Pish Been erläuterte anhand konkreter Beispiele, wie flexibel Arbeitsplätze gestaltet werden können. So arbeitet eine Mitarbeiterin mit Aufmerksamkeitsstörung sowohl im Büro als auch im Lager. Wenn die Konzentration am Bildschirm nachlässt, wechselt sie den Arbeitsbereich. „Für uns kein Problem“, so Pish Been.

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist der Vertrieb von  Slush-Eis. Beliefert werden Freizeitparks, Indoorspielhallen, Trampolinhallen sowie Zoos bundesweit.
Dementsprechend gibt es Einsatzmöglichkeiten im Lager und Versand sowie im Büro. Voraussetzung für eine Beschäftigung, so Pish Been, seien Einsatzbereitschaft, Pünktlichkeit und Offenheit. Die Frage eines Teilnehmenden, ob der Betrieb offen sei für eine Wiedereingliederungsmaßnahme, bejahte Pish Been umgehend. Auch mangelnde Deutschkenntnisse seien in der Regel kein Problem. „Das kriegen wir hin“, so Pish Been.

Die Resonanz der Teilnehmenden fiel positiv aus. Mehrere suchten im Anschluss das Gespräch mit dem Unternehmer. Für einen Teilnehmer ergab sich direkt eine konkrete Perspektive: Seine Bewerbung lag am Ende des Besuchs auf dem Tisch von Ali Pish Been.